Weinberatung Florian Boldt

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Lambrusco und Blanquette Méthode ancestrale (WVLG008)


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Herzlich Willkommen bei der dritten und letzten Folge zu dem umfangreichen Thema Schaumweine. Heute besprechen wir zwei eher ungewöhnliche Vertreter ihrer Zunft: Lambrusco und Blanquette Méthode ancestrale.

DIE 3 Key Facts dieser Episode:

  1. Die Qualität eines Lambruscos leitet sich von seiner Herstellungsmethode ab
  2. Pétillant Naturel (PN) und Méthode ancestrale (MA) bekommen weder eine Tirage noch eine Dosage
  3. PN und MA haben keine Zweitgärung

Diese zwei völlig verschiedenen Schaumweine habe auch ihre Gemeinsamkeiten:

  • Geringer Alkoholgehalt im Endprodukt
  • bei beiden findet keine Zweitgärung statt
  • Beide werden zur Unterbrechung der Gärung stark abgekühlt.

Der Lambrusco – Namensgeber für das Getränk als auch für die verwendete Rebsorte – hat sicherlich nicht den besten Ruf, sondern steht viel mehr in Verruf. Auch bei mir gehört er in die Schublade Jugendsünde. Süße Fruchtbombe und billig. Aber es werden auch gute und sogar hohe Qualitäten mit einem aufwendigeren Verfahren produziert. Insgesamt kann Lambrusco sogar mit verschiedenen 5 DOCs klassifiziert werden.

Eine der am längsten praktizierte Herstellungsverfahren zur Gewinnung von Schaumwein ist die sog. Méthode ancestrale. In der Gemeinde und AOP Limoux, wo unser heutiger zweiter Wein herkommt, wird dies schon seit 1531 angewendet; andere Quellen sprechen sogar vom Jahr 931. Damit ist sie deutlich älter als die traditionelle Flaschengärung wie sie aus der Champagne kennen. Als Rebsorte kommt hier ausschließlich Mauzac zum Einsatz; die hier eben Blanquette genannt wird und somit zum Namensgeber wurde.

  1. Wein (#23): Aimery Méthode Ancestrale Doux; 10,- € bei Bellini
  2. Wein (#24): Riunite Civ & Civ Fratello Sole Lambrusco di Modena DOC; 6,- € bei Belvini
  3. Wein der Woche (#25): Montes Alpha; Syrah; 2012; 14,- € bei Hawesko

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Genußreiche Grüße

Euer Florian
(Weinakademiker | WSET Diploma in Wine and Spirits)
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