Weinberatung Boldt

Blog

Sondersendung ProWein 2019

Posted on
Kategorie(n):
Herzlich Willkommen zu meiner ersten Sondersendung von “Wein verstehen leicht gemacht” zur ProWein 2019.
Die diesjährige ProWein fand vom 17. bis zum 19.03. statt. Ich nehme ich Euch mit auf meinen Tagesausflug nach Düsseldorf und lass Euch an dem Happening größte und wichtigste Weinmesse der Welt teilhaben. Neben meinen persönlichen Eindrücken könnt Ihr an drei sogenannten Stand-Event zu sehr spannenden Themen (Talha-Weine aus Portugal, Shiraz aus Australien, Pinot Noir aus Santa Barbara) teilhaben.
Auf Instagram findet Ihre viele Fotos von meinem Messebesuch.
Ich wünsch Euch viel Spaß und gute Unterhaltung und verbleibe wie immer mit
genussreichen Grüßen aus München
Euer Florian
(Weinakademiker | WSET Diploma in Wine and Spirits)

Hintergrundinfos:

Links zu mir:

Wein verstehen leicht gemacht #005: Weinqualität auf einem BLIK (sic!)

Posted on
Kategorie(n):

Wir sind bereits bei der 5. Folge meines Podcasts angekommen! Ein kleines Jubiläum für mich und dank der überraschend vielen Zuhörer, Zeit für ein erstes kurzes Resümee und Ausblick was noch alles geplant ist. Daher fällt diese Episode auch etwas länger als üblich aus… Mea Culpa!

DIE 3 Key Facts dieser Folge:
  1. BLIK: Wein läßt sich anhand von 4 Kriterien objektiv bewerten (Balance, Länge, Intensität, Komplexität)
  2. Leider sind gesetzliche, offizielle Qualitätsbezeichnungen nicht oft hilfreich
  3. Ob der Wein persönlich schmeckt, sagt nichts über die Qualität aus.
Als erstes möchte ich mit einem weit verbreiteten Missverständnis aufräumen: Qualität bedeutet NICHT, dass ein bestimmter Wein Dir persönlich schmecken muss. Ganz im Gegenteil: Die als die hochwertigsten geltenden Weine sind nicht unbedingt die zugänglichsten, brauchen teilweise langes Flaschenlager und übersteigen die Zahlungsbereitschaft vieler Konsumenten.
Dennoch ist es wichtig für alle Konsumenten, Weine qualitativ beurteilen zu können. Denn nur so ist es möglich abzuschätzen, ob der Preis gerechtfertigt ist oder eben nicht. Jetzt könnte man natürlich sagen, wenn ich mir eine Flasche Wein für 3,50€ kaufe mache ich nichts falsch und es ist nicht viel verloren. Jedoch denke ich, dass es kaum einen unter meinen Zuhörern geben wird, der diesen Anspruch verfolgt.
Vielmehr geht es in dieser Folge darum, was ein bestimmtes Qualitätsniveau kostet und warum. Dies alles führt schlussendlich zu der Kompetenz, das eigene Preis/Genuß-Verhältnis zu optimieren.
Der Wein der Woche kommt dieses Mal aus dem Piemont in Italien: Sarotto Barbaresco Reserva 2004 und ist zu beziehen bei Jacques’ Weindepot für 32€.
Die Buchempfehlung dieser Episode: Lebensmittel mit allen Sinnen prüfen! Zu beziehen über den Amazon-Affiliate-Link für 50€.
Genussreiche Grüße
Euer Florian
(Weinakademiker | WSET Diploma in Wine and Spirits)
 
In dieser Episode verkoste ich folgende Silvaner-Weine, die bspw. Vinexus bezogen werden können:
Hintergrundinformation: 
Die Weine für die nächste Folge (#006 erscheint am 23.03.2019) werden folgende sein (beide bei Vinexus.de):
  1. Deutscher Perlwein mit zugesetzter Kohlensäure: Castell-Castell Fraenzi; weiß; 7,90€
  2. Deutscher, sortenreiner (Winzer-) Sekt mit Flaschengärung: Oppmann Privat Brut; 10,50€

Vorbereitungen sind abgeschlossen

Posted on
Kategorie(n): Interview | Podcast

Aufbruch zu den Podcast-Interviews!

Liebe Podcast-Hörer,

meine Vorbereitungen für die angekündigten Interviews im Rahmen meines Podcasts sind abgeschlossen. Ich habe keine Kosten und Mühen gescheut ;-), Euch interessante Gesprächspartner bieten zu können und fliege am Sonntag nach San Francisco. Anfang nächster Woche treffe ich mich dann mit meinen Interview-Partnern in den bekanntesten Weinanbaugebiete Kaliforniens Sonoma und Napa Valley. Ich bin schon sehr gespannt, wie es wird!

 

Genussvolle Grüße

Euer Florian

(Weinakademiker | WSET Diploma in Wine and Spirits)

Wein verstehen leicht gemacht #004: Warum dieser ROSÉwein genau so schmeckt!

Posted on
Kategorie(n):

Und schon wieder drei Wochen vorüber und es wird langsam Zeit für neue Weine. Heute gibt’s die vorerst letzte Folge der Miniserie “Warum dieser Wein genau so schmeckt!” mit dem spannenden Thema Roséweine.

DIE 3 Key Facts dieser Episode:
  1. Roséwein ist per Definition keine Mischung aus Rot- und Weißwein
  2. Es gibt unterschiedliche Verfahren der Herstellung (Junganlagen, früher Abzug, Saignée)
  3. Es gibt eine große Bandbreite an Farbschattierungen abhängig von Rebsorte und Dauer des Schalenkontaktes (von blass rosa bis zwiebelschalenfarbig)

Roséweine jeglicher Art, sei es “normaler Stillwein”, Champagner oder sogar Portwein, ist das Marktsegment mit den größten Zuwachsraten in den letzten Jahren. Obwohl es einige Anbaugebiete gibt, in denen seit jeher Roséweine gekeltert wird, so wurde in Kalifornien Mitte der 1970er Jahre eine kleine Revolution eingeleitet. Mit den aus der sehr dunkelblauen Zinfandel-Rebe im Saignée-Verfahren gewonnenen Roséweine konnten neue Konsumentengruppen angesprochen werden (in erster Linie weibliche und junge Weintrinker). Im Laufe der letzten 20 Jahre wurde der Marktanteil von Rosés immer größer und galt/gilt, als ein starkes Zugpferd für den Weinabsatz.

Um auch bei den Rosés einen Überblick zu bekommen, wie breit aufgestellt sich die Stile präsentieren, verkosten wie heute einen der Klassiker (Tavel) und einen typischen jungen, fruchtbetonter Vertreter aus der Neuen Welt:

  1. Les Vignerons de Tavel; Les Lauzeraies; Tavel (südl. Rhône, Frankreich); 2016 ; 8,10€
  2. Delheim Pinotage Rosé; Stellenbosch, Südafrika; 2018; 7,90€

Es bestätigen Ausnahmen (wie bspw. Rosés von der südlichen Rhône oder der Provence) zwar die Regel, dass Roséweine nicht der aller ernsthafteste Wein ist und in den meisten Fällen nicht hohen Qualitätsanforderungen entsprechen kann. Das zeigt sich schon tendenziell an der angewendeten Kellertechnik: Das Saignée-Verfahren läßt Rosés als ein Nebenprodukt der Rotweinerzeugung entstehen, weil es zur Konzentration des Mostes eingesetzt wird. Dennoch haben sich Roséweine als Allrounder bei der Speisenbegleitung – insbesondere bei sommerlichen Grillpartys – gemacht und haben einen immer breitere Käuferschicht erobert. Es ist auch ein Kompromisswein, den sowohl dezidierte Weiß- als auch Rotweintrinker “akzeptieren”.

Genussreiche Grüße

Euer Florian
(Weinakademiker | WSET Diploma in Wine and Spirits)

Links zu Hintergrundinformationen bei Wikipedia:

Weine für die nächste Episode #005 (erscheint am 02.03.19):

Es gilt die Qualitätspyramide des VDP zu erkunden. Daher benötigen wir ausnahmsweise 3 Weine aus der gleichen Rebsorte (am besten Riesling oder Silvaner) von selben Weingut. Die Jahrgänge dürfen sich ruhig unterscheiden. Benötigt werden Gutswein, Erste Lage, Großes Gewächs. Ich habe mich für das Weingut Castell im Steigerwald (Franken) entschieden (zu beziehen bei Vinexus.de):

Wein verstehen leicht gemacht #003: Warum dieser ROTwein genau so schmeckt!

Posted on
Kategorie(n):

Herzlich willkommen zur 3. Episode! Alle guten Dinge sind drei – dabei wird es aber nicht bleiben… Versprochen!

DIE drei Key Facts dieser Episode:
  1. Die Art der Vergärung und die Dauer des Schalenkontaktes bestimmt den Stil des Rotweins massgeblich
  2. Die Eichenart des verwendeten Holzes für die Barriquefässer macht einen geschmacklichen Unterschied 
  3. Längere Reifung in der Flasche oder im Fass rundet vor allem Rotweine wegen der Konglomeration der Tannine ab
Wie wir am spanischen Rotwein sehen, macht die verwendete Eichenart (bzw. dessen Herkunft) für das Holzfass manchmal eine spürbaren Unterschied und beeinflusst die Charakteristik des Weines. Typisch für in Amerikanischer Eiche ausgebaute Weine (und damit für den traditionellen spanischen Stil) ist der Duft nach gerösteten Kokosflocken (wie man sie für Kokosmakronen verwendet):

Diese Woche geht es nun darum, ein wenig das Koordinatensystem im Rotweinbereich abzustecken. Die Aromakategorien (primär, sekundär und tertiär) und die beiden Aspekte Säure/Zucker-Balance sowie oxidativer Holzfassausbau treffen natürlich genauso auf die Roten wie auf die Weißen zu; und letzteres spielt hier oft eine noch wichtigere Rolle. Der Unterschied in der Herstellung (konkret: wie und mit welcher Intensität der Farbstoff inkl. der Gerbstoffe und Aromen aus der Schalenhaut extrahiert wird, macht den Ausschlag, welche Farbe und welchen Stil der Wein am Ende haben wird. Die Art der Vergärung eröffnet dem Winzer viele weitere Stellschrauben, den Stil des Rotweines zu beeinflussen bzw. zu steuern.

Beim Rotwein fällt dem Sauerstoffkontakt des jungen Weines während dem Holzfassausbau noch eine weitere wichtige Aufgabe zu: Die Reifung der Tannine bzw. Gerbstoffe aus der Traubenschale (und ggf. aus dem Gerüst/Stengel/Butzen und Kernen). Gereifte Tannine wirken weniger straff, hinterlassen ein nicht so rassiges, trockenes Mundgefühl, sondern lassen diese samtiger, weicher, geschliffener erscheinen. Dieser Prozess geht bei längerem Flaschenlager (vornehmlich wenn Naturkork als Verschluss gewählt wird) natürlich weiter und bildet schließlich das Depot (wie man es bspw. von alten Bordeaux- und Portweinen kennt).

Genußreiche Grüße

Euer Florian

(Weinakademiker | WSET Diploma in Wine and Spirits)

Hintergundwissen zur Folge (hauptsächlich aus Wikipedia):
Links zu mir:
Wer bei der nächsten Verkostung (die Episode #004 erscheint am 09.02.19) wieder mitmachen möchte, besorgt sich am besten folgende Weine (beide bei jacovin.de):
  1. leichter, junger, fruchtiger Rosé aus der Neuen Welt: Delheim Pinotage Rosé; 2018; Südafrika; 7,90€
  2. kräftiger, körperreicher Tavel: Les Vignerons de Tavel; Tavel Rosé; Les Lauzeraies; 2016; Frankreich (Rhône); 8,10€