Weinberatung Florian Boldt

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West Yosemite NP Entrance

Weinprobe in Lodi – Qualitätsenklave im Central Valley

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Kurz bevor die Welt wegen dem Coronavirus eine andere wurde, war es mal wieder Zeit für eine Weinprobe in Kalifornien. Ich habe einen zusätzlichen freien Tag in San Francisco genutzt, um den Yosemite Nationalpark bei besten Wetter zu besuchen. Meiner Meinung nach einer der schönsten Nationalparks der USA überhaupt. Auf dem Weg fährt man durch das sog. Central Valley, welches mengenmäßig das wichtigste Weinanbaugebiet von Kalifornien ist. Stehen die AVA Napa und Sonoma für die qualitative Speerspitze, so hat sich das Central Valley eher einen Namen durch die großen Produzenten wie bspw. Gallo gemacht. Aber es gibt ein kleines rebellisches Dorf, östlich von San Francisco, dass in mitten von Massenproduktion versucht, anständige Weine zu keltern: LODI Ich war also sehr gespannt, ob das für kalifornische Verhältnisse niedrige Preisniveau auf gute Qualität trifft.

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Gereifte Rotweine (moderierte Weinprobe)

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Mein liebstes Veranstaltungsformat sind Verkostungen ganz individuell nach Kundenwunsch in den eigenen 4 Wände. Das war der Lineup zum Thema „Gereifte Rotweine“:

  1. South Australia Bleasdale Sparkling Shiraz NV: erfrischende, fruchtsüße Fruchtbombe
  2. Chianti Classico Castello d‘Albola 2010: harmonisches, elegantes Schnäppchen
  3. Madiran Château Bouscassé 2009: geschliffene, samtige Tannine – wie gereifter Tannat eben schmecken soll
  4. Burgenland Kraft X BEC (Malbec) 2010: beerig, vollmundiger Essenbegleiter
  5. Castilla&Leon Abadia Retuerto VdT 2011: Tempranillo at its best – dezentes Holz, feinkörnige Tannine, intensive Frucht
  6. Südafrika Elgin Kershaw Shiraz „Clonal Selection“ 2011: Eleganz, Würze, knackige Säure WOW! Richard Kershaw
  7. Special Guest: Kalifornien Temecula Wiens Zinfandel Reserve 2016: Wuchtbrumme mit 15,8% Alk., die aber sehr gut integriert sind.
  • Ein spannungsreicher Rundumschlag gespickt mit vielen positiven Überraschungen. Sollten auch Sie Interesse und Lust an einer moderierten Weinprobe bei Ihnen oder einem Ort Ihrer Wahl haben: Einfach bei mir melden💌☎️

    Zwischen Agrotourismo und Superyachten

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    Sommerurlaub! Mitte Juli machte ich mich nach 10 Jahren wieder auf nach Sardinien. Bei unserem letzten Besuch verliebten wir uns in die Spaghetti all‘ Aragosta von einem kleinen Restaurant in der Nähe von Porto Cervo. Wir sind seiner Zeit sogar extra nur zum Abend essen wegen diesen Nudeln nach Olbia geflogen. Die sind heute immer noch genau so gut. Damals hatte ich noch keinerlei Ahnung von Wein. Dieses Mal stand der sardische Wein also deutlich mehr im Mittelpunkt.

    Die beiden Hauptdarsteller in der sardischen Weinbauszene sind Vermentino (weiß) und Cannonau (rot). Letzterer ist international eher bekannt als Grenache oder Garnacha. Jene Rebsorte die dieses Jahr auf der ProWein als neuer Hype ausgemacht wurde.

    Auffällig war, dass in allen Restaurants die Weinkarten sehr fokussiert waren auf regionale Produkte. Es scheint völlig üblich zu sein, ein oder zwei Seiten nur mit Vermentino-Weinen zu füllen. Die Weine sind durchweg lecker und sehr gelungen. Meiner Meinung nach sind sie aber nicht so komplex, extrem qualitativ und unterschiedlich, dass dies von außen betrachtet Sinn machen würde.

    Im Gegenteil: Die relativ neue DOCG (seit 1996) Vermentino di Gallura ist leider viel mehr ein gutes Negativbeispiel, dass das höchste Qualitätssiegel in Italien seinen Namen keine Ehre macht. Diese DOCG läßt sehr hohe Erträge zu, was man den Weinen auch allzu oft anschmeckt. Aber es scheint so, dass sich immer mehr Winzer der Qualitätssteigerung verschrieben haben und die weiten Regeln dieser DOCG nicht bis zum äußersten ausnutzen wollen. Es  bleibt spannend!

    Temecula – Weinbau-Enklave in Greater Los Angeles

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    Während eines Mallorca-Urlaubs wurde ich von einem Winzer auf eine kleine Weinbaugegend im Südosten Los Angeles aufmerksam gemacht. Die meisten Anbaugebiete Kaliforniens befinden sich eigentlich mehr oder weniger nördlich der Stadt der Engel, weil es immer trockener und wärmer wird, je näher man Mexiko kommt. Aber eine besondere Gebirgsformation erlaubt es den kühlen(den) Winden vom Pazifik weiter ins Landesinnere vorzudringen. Diese Lücke in der Hügelkette wird sinnigerweise Rainbow Gap genannt, weil die hohe Luftfeuchtigkeit der Meeresluft gemeinsam mit der ewigen Sonne häufig zur Regenbogenbildung führt. Diese kühle und feuchte Luftmasse sorgt wider Erwarten für ein für Weinbau geeignetes Mikroklima.

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    Tasting Room hopping in Santa Barbara

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    Kein Scherz, am 01. April hatte ich mal wieder das Vergnügen nach Los Angeles fliegen zu können. Meinen freien Tag habe ich natürlich genutzt, um mich mit lokalem Wein detailliert zu beschäftigen. Früh morgens machte ich mich auf den Weg nach Santa Barbara, um mich mit einem Kumpel aus der Weinwelt zu treffen und mir ein paar Wineries präsentieren zu lassen.

    Durch den üblichen Verkehrskollaps in LA benötigte ich für die Fahrt knapp 3 Stunden. Aber ich kam dennoch pünktlich in diesem mondänen und pittoresken Städtchen bei herrlichsten Wetter an. Insgesamt ist die Lebensqualität in Santa Barbara schon ganz weit vorne anzusiedeln – wenn man gesund ist und Geld hat. Die besondere Lage, oder vielmehr die außergewöhnliche Ausrichtung dieses Küstenstreifens (Ost/West statt Nord/Süd), ergibt in weiten Teilen ein besonderes Mikroklima. Dadurch wird es den Winzern möglich, Rebsorten anzubauen, die sich normalerweise auf diesen Breitengraden nicht so recht wohlfühlen würden. Die abwechslungsreichen Bodenarten steuern ihren  Teil für die große Vielfalt an Weinstilen bei.

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    Vorbereitungen sind abgeschlossen

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    Aufbruch zu den Podcast-Interviews!

    Liebe Podcast-Hörer,

    meine Vorbereitungen für die angekündigten Interviews im Rahmen meines Podcasts sind abgeschlossen. Ich habe keine Kosten und Mühen gescheut ;-), Euch interessante Gesprächspartner bieten zu können und fliege am Sonntag nach San Francisco. Anfang nächster Woche treffe ich mich dann mit meinen Interview-Partnern in den bekanntesten Weinanbaugebiete Kaliforniens Sonoma und Napa Valley. Ich bin schon sehr gespannt, wie es wird!

     

    Genussvolle Grüße

    Euer Florian

    (Weinakademiker | WSET Diploma in Wine and Spirits)

    Schöne Bescherung: Ein neuer Wein-Podcast erblickt die Welt

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    Nach mehreren Monaten Planung und Vorbereitung wird ein neuer Podcast  „Wein verstehen leicht gemacht“ starten. Noch in diesem Jahr, am 8. Dezember 2018 werde ich mit einem kurzen Prolog starten, in dem ich meine Sendung und mich selber ganz kurz und knapp vorstellen werde. Beginnend mit dem 29. Dezember 2018 wird dann jeden dritten Samstag  eine ca. 45-minütige Folge erscheinen. 

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    Neujahresempfang auf Schloss Salem

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    Die Feiertage rund um Neujahr werden ja bekanntlich gerne genutzt um Familie und Freunde zu besuchen. Was liegt da näher, als dies mit einer Weinprobe in mehr oder weniger unbekannten Gefilden zu verbinden. Dieses Jahr hat es uns dafür an das – zur Winterzeit doch sehr verschlafenen – Nordufer des Bodensees verschlagen. Leider ist die Gegend zu dieser Jahreszeit sehr ausgestorben und man hat große Mühe offene Geschäfte oder Wirtschaften zu finden.

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    Sommerpause beendet: Wine Master Class

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    Nach 5 Monaten Funkstille: Die (Lern-) Sommerpause ist beendet!

    Nachdem die Diplomprüfung zu den Weinen Anfang Juni endlich abgelegt war, stand zunächst eine kleine Erholungspause an. Umso mehr hat es mich gefreut, ganz unverhofft mit →Frank Röder – einem der wenigen deutschen Master of Wine – am 07. Aug. einen Tag im Napa Valley verbringen zu können.

    Wine Master Class bei Mondavi

     

     

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    Reise zum Mittelpunkt der Wein-Erde (ProWein 2013)

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    Die weltweit wichtigste und wahrscheinlich auch größte Messe der Weinbranche findet jährlich Ende Logovarianten_2.inddMärz in Düsseldorf statt. In den 7 Messehallen präsentierten sich ca. 4.000 Aussteller, die von ungefähr 40.000 Besucher aufgesucht werden. Als ich dann endlich auf dem Gelände war, machte sich zunächst mal eine leichte Schockstarre breit. Hunderte Menschen, tausende Weine, keine Ahnung wo am besten anfangen. Befindet man sich in einer kritischen Ausnahmesituation bewährt es sich immer wieder, auf bewährte Verhaltensmuster zurückzugreifen. In diesem Fall heißt dies für mich: als erstes südafrikanische Weine von Nitida (Chardonnay und Sauvignon Blanc) und Spier (Chenin Blanc) zu verkosten. Die Orientierung und der Plan wurden plötzlich klar…

    So machte ich mich auf dem Weg durch die Hallen. Am Ende des Tages sollten es ca. 60 Weine werden, die über meine Zunge laufen sollten. Wer’s nachvollziehen will – bitte schön:

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